Freitag, 19. September 2014

Ein normaler Sonntag



14/09
Diese Aussage sollte sich noch bestätigen. Wie jeden Sonntag ging es erst mal zu Messe (dies mal aber nur zu einer). Das wichtige an den Messen ist die Menschen zutreffen ihnen ist Religion sehr wichtig und so beteiligen wir uns daran und bekommen was von ihrer Inspiration mit.
Danach halfen wir etwas beim Kochen und sind dann erst einmal Fußball spielen gegangen. Diesmal hatten wir nicht so viel Glück und haben verloren. Doch die Kinder freuten sich wieder tierisch.
Als wir wieder kamen war ein Christliches Seminar im Hof. Wir halfen dem Father mit seinen Unterlagen und hatten dann frei. Genutzt wurde das mit Relaxing und Film schauen. Die Tradition wurde weiter geführt in dem wir wieder Heimkino abends hatten.
Die Tage vergehen und es kommt uns wie zwei Monate schon vor.

Ugunja – eine neue Stadt



13/09
Morgens wollte ich mich wieder um die Wäsche kümmern. Sie war nun trocken und ich wollte sie falten doch alles war so zerknittert das ich zu Juma gegangen bin welcher mir zeigt wie man Bügelt. Nach und nach hatte ich den Bogen raus. Bis -Autsch- ich mich am Bügeleisen verbrannt hab. (Erste Kampfnarbe im Jungel) Anschließend haben wir den Father auf dem Feld geholfen. Man musste das Kuh-Gras nun setzen. Es sieht aus wie Bambus und man steckt es mit der unter Seite in den Boden. So haben wir das halbe Feld vollgekriegt. Danach wurde noch Unkraut gejätet bei der Bananenfarm. Am Nachmittag wollten wir dann nach Ugunja der nächst größeren Stadt auf der Hauptstraße nach Uganda.
Die Stadt war schon größer aber nach demselben Prinzip gebaut diesmal gab es sogar zwei Straßen zum Kaufen. Wir wollten Bier, Käse und ein Modem kaufen alle drei Sachen gab es leider nicht. Zur Aufheiterung sind wir dann Fußball schauen gegangen (Hier ist man großer Premier- League Fan)Als wir wieder zuhause waren (Die Rückfahrt war cool wir worden von einem Pick-Up vom Small Home mitgenommen). Begann dann auch schon die Messe für Kinder wie jeden Samstagabend.
So gegen Ende kamen wir auch dazu. Uns hat wieder was überrascht die Kirche bekam Spenden von Schuhe diese worden nun anprobiert bei den Kindern in der Kirche wurde jetzt getestet welcher der Beste für jeden ist.
Als Highlight gab es nun einen Film es wurde eine Leinwand Beamer Boxen aufgebaut und 300 Kinder waren gebannt „Life of Pie“ zusehen (ein Film mit vielen Tieren es geht ums Überleben und das zusammen leben mit Tieren). War unglaublich zusehen wenn die ganzen Kinder lachen und strahlen. Der Film ging zu Ende doch die Kinder gingen nicht. Viele haben 3 Std. bis hier her gebraucht zu lange um nachts zurück zulegen also schlafen sie in der Kirche.

Ein langweiliger Tag – komm schon?



12/09
Morgens hatten wir etwas Leerlauf. So beschlossen wir gemeinsam mit Juma zu waschen. Das erste Mal für mich das ich meine Wäsche gewaschen habe und dann direkt ohne jedes Equipment nur mit drei Schüsseln, Seife und Wasser.
Zunächst gibt man Seifenpulver ins Wasser (natürlich kalt) gibt dann seine Kleidung dazu weicht sie ein und nun nimmt man Wasser (+ Seife) und reibt es ins T-Shirt ein. Und fringt dies aus. Reinig es in den nächsten zwei Eimern von Seife. Schlägt es aus und hängt es auf eine Wäscheleine. Jetzt lernt man eine Wachmaschine schätzen und versucht Flecken mehr zu vermeiden oder trägt sie Sachen länger.
Father bot uns nun an nachmittags mit zu Messen zunehmen. Mit seinem Auto ging es in Richtung Uloma.
Bei der Hälfte wechselten wir den Weg mit Sicherheit war es kein Weg für Autos. (Nur so am Rande Father hat einen einfachen Kombi ohne irgendetwas Besonderes für dieses Gelände also jetzt mal ein Erlebnis.)
Die Messe wurde in einem typischen Kenianischen Lehmbaus mit Strohdach, bestehend aus zwei Räumen zelebriert. Zunächst schien es eine normale Messe zu sein. Bis man plötzlich einen Mann aus den Reihen ganz unruhig wurde. Er wurde auch immer launischer und beschimpfte alle. Ein Exorzismus?
Nein soweit kam es dann doch nicht. Die Messe wurde für diese Person gehalten weil er an Alkoholismus leidet und dadurch Geistig verwirrt wurde. Heute Abend soll er sich dann in eine Klink Hilfe bekommen.
Die Messe ging zu Ende und es gab wieder was zu essen. Von da aus wollte Father zur nächsten Messe diese war am Ende von Sigomre Parish über 20min sind wir gefahren.
Ich habe mir auch die Hierarchie erklären lassen. Als erstes ist immer die Familie. Ein paar Familien sind kleine Christliche Gruppen. Viele kleine Christliche Gruppen bilden eine lokale Kirche. Mehrere Kirchen bilden ein Center und mehren Center dann ein Parish. Wie zum Beispiel das von Sigomre wo wir dazu hören und wohnen.
Diese Mal war die Straße noch Abenteuerlicher da das Auto größer war als der Weg und mal ans Gebüsch kam.
Es war eine kleine Abgelegen Gemeinde. Die Messe war nun aber ganz normal. Und wieder wurde gegessen. Das vierte Mal und wir hatten erst 16 Uhr was soll da noch kommen.
Dann ging es auch wieder zurück auf dem Weg pickten wir den Mann und seine Familie von der ersten Messe auf. Wir erreichten das Maximum vom Wagen 6 Personen zu viert auf der Rückbank. Das Krankenhaus war zum Glück schon in Sigomre. Mir hat auch geholfen dass ich vorne saß. Doch von da dauerte es ewig. Wir warten über eine Stunde bis wir dran kamen. Friedrich und ich erkundeten das Krankenhaus es ist wie die Schule aus einzelnen Gebäuden aufgebaut. Anschließend sind wir auf der anderen Straßen Seite etwas trinken gegangen weil wir jetzt seit 24 Stunden Stromausfall hatten, es gab nur warmes. Sollte uns aber nicht weiter störe da wir eine nette Unterhaltung mit der Besitzern hatten und sie kannte uns schon aus der Messe.
Anschließend um 7 Uhr brachten wir die Familie wieder vom Krankenhaus nach Hause dort bekommen wir Kuh-Grashalme.
Diese brachten wir dann nach Hause. Wir hatten jetzt 20:00 doch die Arbeit des Father noch nicht vorbei er wollte noch nach Sega Freund besuchen. Und bat uns an, uns mit zunehmen um die anderen Freiwilligen zu treffen. Auf dem Weg entdeckte er das was nicht mit seinem Reifen stimmt direkt fuhr
er zu nächsten Tankstelle wie sich raustellte war in drei Reifen das Doppelte des normalen Druck und das alles nur durch die Sonne. WOW. Das Problem war schnell behoben und es ging weiter nach Sega.
Wir konnten leider nicht allzu viel sehen von der „Stadt“ weil es Nacht war aber auch ihr handelt es sich rein um eine Straße mit Geschäften. Auch das Parish Gelände war gleich nur das sie statt einer großen Unterkunft viele kleine hatten. Es war nett paar deutsche zu treffen und zu reden. (Da in Sega auch freiwillige von uns sind). Wir waren erstaunt dass es so gleich zu uns ist. Selbe aufgaben, selbe Langeweile, selbe neue Erfahrungen und selben Spaß. Nur um eins beneiden sie uns und das ist der Koch.
Da war so ein ganz „Langweiliger“ Tag hier.

Disability is not inability



11/09
Heute wollte eine Schwester vom Small Home uns alles zeigen und erklären. Beim Small Home handelt es sich um eine Rehabilitierung und ein Gliederungsschule für Behinderte Kinder mit Kooperation der Primary School. Doch es fehlt an dringenden Finzelle Mittel für Physiotherapien. Zurzeit haben sie nur einen Orthopäden. Und wir wurden gebeten dort aus zu helfen.  Die Kinder freuen sich und für die Schwester ist es eine Entlastung. So gleich machten wir uns an die Arbeit. Zunächst betreuten wir ein Stummes Kind welches nicht gehen kann. Die Frage kam was man mit ihr mach. Die Schwester steckte sie in einen Apparat mit welchem sie laufen lernen soll unsere Aufgabe war wenn sie hin fällt auf zu helfen.
Nach einer Stunde war sie fertig. Und nun half Friedrich beim Essen machen und ich half Jo (von Moldawien) den Schrank zubauen. Wir waren ein gutes Team. Gegen Mittag betreuten wir dann die Kindergruppe sie zeigte uns ihre Fächer. Es war ähnlich zu uns. Am Nachmittag halfen wir wieder bei unserem Haus weiter bis uns eine Stunde später die Steine Ausgingen.
Dann saßen wir uns draus in den Garten und aßen Zuckerrohr. (Ein Bambus aussehendes Gewächs mit wassereichen nach Zucker schmeckenden Fasern gefüllt ist) es ist gut für die Zähne und ein Erlebnis wert. (Ein Kaugummi des Jungels) Wir sahen wieder einen tollen Sonnenuntergang bevor ein Monsun ähnlicher Regen plötzlich anfing. Von den Bäumen fielen Früchte und man sah nun jedes Loch im Dach.
Meine Antwort darauf „Kleine Apokalypse heute und wie lange ich mich wohl draußen sein muss bis ich nass bin“ Direkt kam die Antwort über den Hof lief Juma welcher sich um die Tiere gekümmert hat und komplett nass wurde.
Den Abend essen wurde dann in Kerzenschein abgehalte weil leider der Strom wiederausfall war. Father kam auf die witzige Idee sich eine Lampe auf den Kopf zu schnallen und als leuchtendes Tütchen rum zulaufen. So sieht man dass man selbst bei Stromausfall die gute Laune nicht verliert.

Die Freiwilligen können mithalten



10/09
Heute wollten wir beim Hausbau mithelfen dem entsprechend bekleidet gingen wir zu den Arbeitern. Friedrich musste Materialen bringen und ich sollte mithelfen Zement an zu machen. Ohne Maschine ein Knochen Job das Wasser mussten wir aus einem Unterirdischen Speicher holen. Was bedeutet einen Eimer wir an einem Seil den 5meter tiefen Schacht zum Tank runter gelassen und dann wieder voll hochgezogen das wiederholten wir mehr Males bis der Zement fertig ist. Nun half ich den Mauern, ich bekam eine Kelle und einen Spor und sollte nun mit Mauern. Ich hatte nie gedacht das erste Haus was ich je bauen würde wäre in Afrika.
Reihe um reihe wächst das Haus. Zunächst muss man Zement auf die Vorherige Reihe tuen legt grob die Steine drauf und lohtet links und rechts einen Stein aus, spannt nun ein Seil zwischen die Beiden und richtete die anderen dran aus als nächstes lückenfüllen und die Wand verspachteln und dann beginnt alles wieder von vorne.
Die Arbeit war hart und anstrengend aber auch schön bei so was mit zu wirken. Es erinnerte mich an Zuhause. Aber auch genauso überrascht, man ist so weit weg und sie machen es gleich wie Zuhause.
Gegen Mittag war dann die Sonne unerträglich. Dann kamen auch die ersehnte Pause und damit unser Ende.
Am Mittag hatten wir einen Termin beim Prinzipal (Schulleiter)der Secondary er redete über Erfolge und Probleme an seine Schule und wollte jetzt einen Kontakt mit uns aufnehmen.
Er bot uns an bei ihm Unterrichten zu können. Langzeit will er damit eine Verbindung mit Deutschland schaffen und den Perlstich Deutschen Austausch zuhaben.
Ich entschied mich für den Anfang für Mathe und Chemie zu besuchen und Friedrich Geschichte und dem Handball Team. So gleich wurde unser erster Schultag festgelegt Mittwoch nächste Woche. Gefeiert wurde das mit Soda. Von da ausging es zurück zum Parish. Hier auf dem Schulgelände gibt es einzelne lange Gebäude. Einen Sportplatz, Fahnenplatz und sogar Tiere wie Kühe und Ziegen.
Father Ken wollte zu einer Katechese und boten uns an ihn zu begleiten. Natürlich begleiteten wir ihn. Ken hatte ein Motorrad (Piki-Piki) also saßen wir jetzt zu dritt auf dem Motorrad und e ging zur Schule von Uloma. Die Fahrt war abenteuerlich der erinnerte mehr an eine Rally-Strecke als an eine Straße, auch merkte man jeden Hubbel.
An der Schule war auffällig das sie alle soweit gleich aussehen. Es gibt sogar einen Pförtner. Es war schönes Wetter also beschloss sich Ken die Stunde draußen ab zu halten. Bei der Katechese in Kenia geht es darum den Glauben kennen zu lernen. Um die Einzel Stufen der Sakrament in dieser Stunde. Sogar Theologische Theorie und Fachwörter nutzen sie. Mich hat überrascht wie offen man über Beschneidung der Männer und Frauen redet. Obwohl es ein Gemischter Unterricht war wurde es besprochen. Der Unterricht ähnelte im gleichen dem von Deutschland. Der Lehrer erklärte was und fragte dann bei den Schülern nach.
Auf dem Heimweg nahm Father Ken eine andere Route um uns die Gegend zu zeigen. Wir fahren 20min und haben nur einen Teil von Sigomre Umkreis gesehen.